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Ich geh dann mal malen.....

Ich bin weniger hier, der Abstand zwischen meinen Einträgen wird länger. Das ist gut so!

 

Gerade jetzt bin ich "Fein" mit mir selbst. Bis auf meine Besuche auf meinen beiden Instagram Profilen bin ich nur noch selten im Netz zu finden.

 

Ich bin viel an der Staffelei oder in meinem Yogatuch. Noch immer 4mal wöchentlich bei verschiednenen Handtherapeuten. In einer halben Stunde geht es wieder auf zur Therapie. Montags ist immer die privat bezahlte Handtherapie, auf die ich mich freue.

 

Die Trauerverarbeitung wegen meiner langjährigen Freundin läuft noch. Aber sie läuft eben nicht aus dem Ruder. Mein Ventil ist zu 70% Malen und nur zu 30 % Essen ohne Hunger. Darauf bin ich stolz und es tut mir gut.

 

 

 

Wenn alle Stricke reißen, dann lege ich mich in mein Yogatuch und lasse mich schaukelnd und meditierend einlullen. Nach einer halben Stunde bin ich dann wieder in meiner Mitte.

 

An meinen Bildern merke ich auch, das ich wieder ruhiger werde. Den meine Bilder werden auch wieder ruhiger und ausgeglichener. Wenn ich mal, dann bin ich "am fliessen" also im Flow. Da vergesse ich Zeit und Probleme um mich herum und bin ganz im Tun - in der Gegenwart.

 

Wobei die nächste Zukunf ja tolles bringt. Wir fahren in unseren jährlichen Winter-Wanderurlaub. Nachdem Silvester preislich "out of range" war und uns das Geld definitiv nicht wert, fahren wir im Februar.

 

Dieses Mal geht es hoch hinauf, auf über 1500 Höhenmeter, damit es auch Schneesicher ist. Und es geht ein Stück weit mehr nach Südtirol rein. Wir sind in der Nähe von Bozen, hoch oben.

 

Auf´s Wandern bin ich mal gespannt. Gut, ich bin ausgerüstet. Die beheizbaren Fäustlinge, 4 neue fleecegefütterte Laufhosen zum Wandern und eine neue, leichtgewichtige Winterjacke. Yep, die Kälte kann kommen.

 

Wobei es bis dahin hoffentich nicht mehr die unter 10°C tagsüber hat. Einstelliger Bereich wäre nett, ich bin ne Frostbeule.

Nebenbei gehen wir an Wochenenden ja Kurzwanderungen machen. Damit ich wenigstens nicht ganz aus der Puste bin, nach den ersten 200 Höhenmetern. Die Natur tut mir gut.

 

Ja, ja das Malen. Ist für mich ein guter Lehrmeister, merke ich immer mehr. Der Perfektionismus, der mich mein ganzes Arbeitsleben und darüber hinaus beherrscht hat, muss hier vor der Türe bleiben, sonst macht es keinen Spass. Und man muss sich selbst verzeihen können, sonst landen Pinsel und Leinwand schnell in der Ecke. Das kann ich inzwischen sehr gut!

 

Da tropft schon mal die Farbe vorab auf das Medium und das an Stellen, wo es nicht geplant war. Zu Beginn wollte ich immer gleich fortwerfen, aber das geht ganz schnell ins Geld. Also lasse ich es und bin dann meist positiv überrascht, wohin die Reise geht.

 

Ebenso Geduld ..... wenn man zu schnell und zuviel auf einmal malt, vermischen entweder die Farben zu einem unansehnlichen Grau oder man erreicht den gewünschten Effekt überhaupt nicht.

 

Zu Beginn viel es mir sehr schwer und so manches Bild sah am Ende deutlich anders aus, als geplant. Aber ich beginne zu verstehen. Verschiedene Maltechniken, flüssige, pasteuse Farben .... das macht alles einen Unterschied. Meist kann ich die Wartezeit inzwischen sehr gut einschätzen. Damit mir künstlerisch nicht langweilig wird, male ich meist zeitgleich auf Leinwand mit Acryl und auf Papier mit Aquarell. Zudem verhält sich beides sehr unterschiedlich, so das es spannend ist.

 

Nach und nach erarbeite ich mir durch andere Künstler und Videos neue Techniken, die ich Aufsauge wie ein Schwamm das Wasser. Seit gestern stehe ich auf Lasuren mit Acrylfarben. Herrlich. Das ergibt eine Tiefenwirkung, die schier unglaublich ist.

Das Bild nebenan ist übrigens mein größtes Bild bisher. Es misst stattliche 100 x 70 cm und besteht aus vielen Einzelschichten. Zwischendurch sah es so wild und unruhig aus, das ich es am liebsten in die Ecke geworfen hätte. Ich habe nämlich null Plan gehabt, was da mal drauß werden soll.

 

Es gefällt uns beiden so gut, das es in den nächsten Tagen im Wohnzimmer aufgehängt wird. Gegenüber der Fensterwand für jeden der vorbei geht, gut zu sehen. ;-)

 

Ich mag das satte Rot und die dunklen Schatten. Gepaart mit den Rot- und Organgetönen die am Ende nur draufgegossen wurden.

 

Passt einwandfrei ins Wohnzimmer zum roten Sofa mit dem organgen Tisch. ;-)

 

Und was mach ich jetzt?

Richtig .... ich geh dann mal Malen.....

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