Januar 2016

01.01.2016

 

Ich muss aufpassen ... auf meine Gedanken

Ich muss aufpassen, auf mich und meine Gedanken. Nicht das ich überheblich werden und zu einer dieser Menschen mutiere, die denken sie hätten die Weisheit mit dem Löffel gefressen.

 

Aber ehrlich, was gehen sie mir auf den Sack, diese ewigen Vorsätze im neuen Jahr. Da kommen wieder die tollsten Abnehmvorsätze ans Tageslicht. Anstatt es jetzt und sofort anzupacken, stopft man sich lieber noch die ganzen Weihnachtssachen in den Rachen und den längst schon vollen Magen.

 

Dieses Gejammere das man wieder ein paar Kilos zugelegt hat und gleichzeitig die Augen davor verschliesst, das Gans, Kartoffelknödel und Lebkuchen in rauen Mengen (weils ja eine Ausnahmezeit ist) nun mal so einen Effekt haben.

 

Das Genöhle, wenn jemand unbedingt wissen will, wie man am Besten abnimmt. Lauter tolle Vorschläge bekommt und dann rigoros jeder einzelne Vorschlag abgewatscht wird. Bei der einen Diät ist es zuviel Fleisch, die andere hat ja nur drei Mahlzeiten am Tag, die nächste berücksichtigt die Vorlieben für Süßigkeiten nicht. Ehrlich? Kann man das noch Ernst nehmen?

 

Anstatt zu quatschen, zu überlegen, zu diskutieren .... warum tut man es nicht einfach. Ist doch egal wie weit man kommt, Hauptsache der erste Schritt ist getan.

 

Alle diese Gedanken gehen durch meinen Kopf. Und ehrlich, das ist mein eigener Spiegel. Ich war nicht besser und ohne meinem Schlauchmagen wäre ich auch jetzt nicht besser! Ich würde immer Gründe finden, warum genau jetzt und so nicht geht. Ganz schrecklich ist das, wenn ich daran denke. Was bin ich froh, das mein Schlauchmagen unumkehrbar ist.

 

Gestern waren wir mit Freunden Silvester feiern. Erst schön essen, verbunden mit einem jeweils 1-stündigen Fußmarsch zum Restaurant und zurück. Aber kaum waren wir bei den Freunden angekommen, stand schon wieder das nächste kalte Buffet für uns parat. Das ist doch nicht normal? Wir waren alle noch satt vom guten Essen aus dem Restaurant. Und dann biegt sich der Tisch unter 2 gigantischen Wurstplatten, einer übergroßen Käseplatte, einem übervollem Brotkorb, einer zugegebener Maßen tollen frischen Obstplatte und jeder Menge Knabberkram aus Knistertüten. Silvester feiern ist gleich Orgie feiern. Schrecklich.

 

Ahrg, ich muss heute aufhören zum schreiben, das macht mich aggressiv und ich bin aggressiv.

 

Bis zum Frühling will ich die letzten 10 Kilos runter haben. Dazu werde ich meine Kalorien bei FDDB notieren, werde mein Sportprogramm wieder aufnehmen und den gesunden Menschenverstand walten lassen.

 

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Hier noch mein Blogeintrag aus dem Forum von vor einigen Tagen

 

Donnerstag, der 31.12.2015 Fräulein M. "Nach der Pflicht kommt die Kür - sie entscheidet über den Verlauf.

Immer wieder lese ich das die, die hier soviel abgenommen haben Stolz auf sich sein können. Ja, das stimmt.

ABER:
Auch die, die ersten Kilos abgenommen haben können stolz auf sich sein. Sie haben die ersten Schritte gemacht.
Und die, die hinfallen und zum gefühlten einhundertsten Mal wieder aufstehen und neu anfangen können stolz auf sich sein.
Jeder der sein Ziel nicht aus den Augen verliert und aktiv und nicht nur im Gedanken und mit Worten daran arbeitet, kann schlicht und ergreifend Stolz auf sich sein!

Das Abnehmen ist toll, die Komplimente sind geil und und ich würde lügen wenn ich nicht zugeben würde: das geht runter wie Öl.
Wenn ich inzwischen von fremden Frauen von oben bis unten taxiert werde ;-) so geschehen im Urlaub, klar macht mich das Stolz. Ich bin Mensch und ich geniesse das unglaublich. *ggg*

ABER:
Wenn man das Abnehmen und Halten mit dem Eiskunstlauf vergleicht ist "Abnehmen die Pflicht" und "Halten die Kür".
Erst wenn man die Kür gemeistert hat, dann steht man auf dem Siegertreppchen.

Wenn ich nach Erreichen meines Zielgewichts mein Gewicht 1 Jahr gehalten habe, dann bin ich wieder stolz. Und dann beginnt in meinem Denken die wirkliche Arbeit. Ein Jahr lang Traumgewicht, da schwebt man noch dahin, da hat man noch den ganzen Elan von der Abnahme und den unzähligen Komplimenten als stützenden Hintergrund.

Danach zählt eingentlich nur noch, was ich mir jetzt erarbeite. Meine Routinen, sei es im Umgang mit Essen, Appetit, Hunger, Satt-Gefühl oder auch was mein Bewegungsverhalten anbelangt.

Jetzt müssen die dauerhaften Weichen für die Zukunft gesetzt werden. Damit es mir dann, wenn die Kür gefühlt zur Alltagspflicht wird auch wirklich funktioniert. Und wenn ich dann mal steinalt bin und mein gesetztes Ziel gehalten habe, dann habe ich auch die Kür gemeistert!

Und dann, dann werde ich richtig stolz auf meine Leistung sein.

 

05.01.2016

 

Es darf offiziell wieder gesportelt werden


Endlich, so schön, unglaublich, wär hätte das gedacht .... ;-)
Mein ärztliches Sportverbot ging bis Ende Dezember, einzig Spazieren gehen war erlaubt.
Nach Weihnachten haben wir dann einen kurzen Wanderurlaub gemacht. Das erste Mal 4 Stunden auf der Strecke und 14 Kilometer laufen .... war einfach Klasse. Höhenmeter sind schwer, aber gehen viel viel besser.

 

Und heute Abend habe ich nun das erste Krafttraining seit September. Ich freu mich nen Arsch drauf. Ich bin hippeliger geworden, die letzten Kilos. Gestern und Heute habe ich mich auf mein Laufband geschwungen. Nicht viel, nicht berauschend, aber ich will anfangen zu joggen.

 

Gestern habe ich 6 Minuten mit 6km/h durchgehalten, heute immerhin schon 8 Minuten am Stück.

 

Es fängt an mir richtig Spass zu machen. Bei einem beliebten Discounter habe ich gnadenlos zugeschlagen, was die Sportsachen anbelangt. Zwei Bücher inkl. DVD (das erste habe ich schon nachgeturnt), Sport-Bustiers, Sport-Capri und ein Set mit Therabändern.

 

Außerdem bin ich ewig auf uTube gewesen. Für hängende Haut soll Krafttraining ideal sein. Das ist ein großer Ansporn für mich. Ich habs ja nicht so mit eincremen, das find ich ganz schrecklich. Gut, das muss ich wohl auch  machen und mich daran gewöhnen. Aber Muskelaufbau ist defintiv mein größeres Thema.

 

Ah, dann will ich mal meine Maßtabelle nachreichen, hab ich auch schon länger nicht mehr gemacht. Auch wenn das Gewicht schon nicht mehr aktuell ist. Heute morgen habe ich die 63 geknackt und wiege jetzt 62,8 kg. Ich kann es noch gar nicht fassen.

 


12.01.2016

 

Nichts zu verlieren ...


außer meine trüben Gedanken. Das wäre schön. Seit September bin ich nun zu Hause. Erst im Urlaub und danach krank geschrieben. Ich habe mich aus den Verkehr ziehen lassen, bin mit meinem Arbeitsumfeld und den veränderten Umständen nicht mehr klar gekommen. Wiederkehrende Depression nennt man das. Ich bin seit Wochen auf der Suche nach einer Verhaltenstherapie, ist nicht einfach einen Termin zu bekommen.

 

Die Abnahme geht voran und beschert mir natürlich immer wieder tolle Momente. Oft sitze ich vor dem PC und suche neue Arbeitsstellen für mich. Das stürzt mich dann jeweil ins eine tiefe Sinneskrise. Und ich halte dem Druck wieder nicht stand. Langsam sehe ich ein, das ich im Moment nicht Arbeitsfähig bin und einem Arbeitgeber nicht meine volle Leistung geben kann. Auch wenn ich mich oft nach Arbeit umsehen. Arbeiten geht nun mal nicht allein und so ganz ohne Druck.

 

Und so nimmt die Abnahme einen großen Teil meiner Zeit ein. Wahrscheinlich gut so, es ist zu meinem Herzensprojekt geworden. Langsam sehe ich Licht, aber ich kann mir noch nicht vorstellen, das ich mit dem Abnehmen der restlichen knapp 7 Kilo schon am Ende meines Weges bin. Da gibt es gerade im Bauchbereich, besser gesagt im Unterbauchbereich noch eine Menge zu optimieren. Der Bauch hängt wie ein schlaffer Sack an mir runter und ist noch mit prallen Fettzellen gefüllt.

 

Heute Nachmittag geht es wieder ins Fitness-Studio für das Krafttraining. Ich mache sogenanntes HIT Training. Also High Intensity Training. Wenig Wiederholungen mit dem maximum an Gewicht. Ich hoffe, das ich meinen Bauch und überhaupt meine ganze überschüssige Haut damit unterstütze.