Bruststraffung

Jetzt war es also endlich soweit, meine Brüste wurden in einer OP neu geformt.

Mein Anliegen war es ja, das ich aus dem OP wieder mit einem C-Körbchen herauskomme. Dafür hätte ich auch Implantate in Kauf genommen.

 

Während der 4-stündigen OP, bei der als erstes der Bauch korrigiert wurde, hat mein Arzt dann festgestellt, das ich genügend Eigengewebe für ein C-Körbchen habe.

 

Es wurde ein sogenannter Ankerschnitt bei mir gemacht und dabei nur überflüssige Haut und kein subkutanes Gewebe mit entfernt. Bei einem Ankerschnitt schneidet man um die Brustwarze herum, lässt sie aber mit dem unteren Gewebe fest verankert. Dann wird vom äußeren Brustwarzenrand ein Schnitt nach untern gemacht.

Ein weiterer Schnitt folgt unter der Brust von dem inneren Brustbereich (Brustkorb) zum äußeren Brustkorb. Aber immer schön unsichtbar unter der Brust versteckt.

 

Das waren also meine Brüste, so wie sie nach der großen Abnahme waren. Zwischenzeitlich habe ich ja ein paar Kilos zugelegt und somit war wieder genug "Eigenmaterial" vorhanden, wie Chirurgen dazu sagen.

 

Jetzt sitzen meine BHs wie eine 1!

Es quillt nirgends mehr leere Haut aus dem BH. vorher musste ich in regelmässigen Abständen die leeren Hautlappen seitlich, unterm Bügel und mittig Körbchen wieder zurück legen und in Position bringen.

 

Ich bin jetzt schon unsagbar glücklich mit dem Ergebniss und finde meine Brüste wunderschön. Und wieder habe ich mich ein Stück weit mehr in mich selbst verliebt.

Auf diesem Bild lässt sich die Schnittführung wohl gut erahnen. Also der Ankerschnitt, meine ich.

 

Ich habe bis auf die Schmerzmittel, welche sie zusätzlich zur Narkose während der OP geben, keine weiteren gebraucht. Weder als Infusion noch in Tabletten, oder Tropfenform. Die Schmerzen waren für mich mehr als zum aushalten und ich finde sie gut, wenn sie denn mal etwas kommen.

 

Sie sind für mich der Ausschalter, wenn ich zuviel mache.

 

Morgen nehme ich die erste Nachsorge wahr. Hier wird besprochen, wie lange ich den Kompressions-BH tragen soll. Manchmal jucken die Nähte etwas, was mir zeigt das es abheilt.

Durch das Kompressionsmieder sind hellgelbe Flecken gekommen, die wie abheilende blaue Flecken aussehen. Ist nichts, was weh tut und ist auch überhaupt nicht unangehm für mich.

 

Die Proportionen beginnen wieder zu stimmen und das bin ich, ich, ich. Das ist mein Körper und hier bin ich daheim. Genau so fühlt es sich nun immer mehr an. Und je mehr es sich so anfühlt, umso mehr kann ich mit allem anderen auch loslassen.

 

Um gleiches eines vorweg zu nehmen. Nein, die Brüste bleiben nicht so straff und stramm. Sie sind noch geschwollen und die Naht zieht sie entgegen der Schwerkraft.

 

Irgendwann in einigen Monaten hängen auch

 

meine Brüste wieder ganz normal herunter. Darauf freue ich mich auch schon. Den dann sehen sie natürlich aus, als wären sie schon immer so gewesen und waren lediglich den Zeichen der Zeit ausgesetzt.

 

Und trotzdem werden sie mit Inhalt durchhängen und nicht nur mehr als leere Hauthüllen, die keinerlei inneren Halt mehr haben.

 

Hat sich der Weg bis hierhin für mich gelohnt? Oh ja, das hat er sich! Ich bin sicherlich nicht mein Körper und nur darauf fixiert, ihn irgendwelchen Idealen anzupassen. Das geht nach der langen gemeinsamen Reise auch überhaupt nicht mehr.

 

Ich will einfach nur in mein natürliches Kleid passen - mein Hautkleid. Und das musste nach der OP halt etwas angepasst werden.

 

Jetzt kommen noch das Gesäß und die Oberschenkel dran und danach ist der Weg zum passenden Hautkleid abgeschlossen und ich werde es dann hegen und pflegen. Mit einem Schuss Sahne und Olivenöl in der Badewanne. Mit Sport und viel frischer Luft. Mit gesundem Essen und hoffentlich einem fröhlichen Naturell.